Aioli klassisch — nur Knoblauch, Öl und Geduld
Die echte Aioli kommt ohne Ei aus dem Mörser: Knoblauch, Salz und Olivenöl, tropfenweise emulgiert. Anspruchsvoll, aber ein Erlebnis — mit allen Tricks gegen das Gerinnen.
Original-Aioli aus Spanien oder der Provence ist nichts als Knoblauch und Olivenöl, im Mörser zu einer festen Creme gerieben. Keine Mayonnaise mit Knoblauch, sondern eine eigene Disziplin. Sie braucht Geduld und einen ruhigen Arm — dafür schmeckt sie intensiver als jede Abkürzung.
Zutaten
Zubereitung
Knoblauch zerreiben. Geschälte Zehen mit dem Salz im Mörser zu einer völlig glatten Paste reiben — das Salz wirkt als Schleifmittel. Hier entscheidet sich die Textur: keine Stückchen mehr.
Öl tropfenweise einarbeiten. Unter ständigem Reiben das Öl zunächst tropfenweise zugeben. Die Masse muss jedes bisschen Öl aufnehmen, bevor neues dazukommt.
Dünner Faden. Sobald die Creme bindet, das restliche Öl in einem dünnen Faden einlaufen lassen und weiterrühren, bis eine feste, glänzende Creme entsteht.
Abschmecken. Mit Zitronensaft und nach Bedarf Salz abrunden. Vor dem Servieren 30 Minuten kalt stellen — der Knoblauch wird runder.
Wenn die Aioli bricht: nicht wegwerfen. In einer zweiten Schüssel mit einer frischen, zerriebenen Knoblauchzehe neu beginnen und die gebrochene Masse tropfenweise einarbeiten.
- Mildes Olivenöl nehmen — kräftig-bitteres Extra-Vergine kippt beim Emulgieren oft ins Seifige.
- Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben, sonst bindet die Emulsion deutlich schlechter.
- Für Eilige gibt es die einfachere Variante mit Ei-Basis: unsere Aioli ohne Ei nutzt Milch als Emulgator.
Häufige Fragen
Warum wird meine Aioli nicht fest?
Ist klassische Aioli roher Knoblauch nicht zu scharf?
Kann ich einen Mixer statt Mörser nehmen?
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